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Brünne und Ringelpanzer

Willamus de Dorswilwre


Dieser Terminus, mit dem das älteste militärische Kleidungsstück bezeichnet wird, das in einer französischen Handschrift genannt ist - in seiner latinisierten Form "brunia " -, findet sich in den Kapitularien Karls des Großen schon 779. Sie war zuerst ein Schutz für den Rumpf und hatte keine Ärmel. Man stellte sie her, indem man auf eine Unterlage aus Leder oder Stoff dicht nebeneinander runde oder eckige Plättchen setzte. Sie bestanden aus Eisen, das man mehr oder weniger gehärtet, d. h. durch eine Wärmebehandlung gestählt hatte.

 

 

Diese dicht an dicht gesetzten Plättchen wurden durch einen Mittelstift an dem Gewand festgemacht. Aber man setzte sie auch übereinander, wobei sie dachziegelartig übereinander griffen und zugleich der Befestigungsstift verdeckt wurde. Dadurch erhielt man einen Panzer, der einen unendlich viel besseren Schutz gegen Hiebe bot, der aber auch viel schwerer und teurer war. Der Kriegsdienst, der 802 auf der Basis von Einkommen aus Grundbesitz eingeführt wurde, war Pflicht für Eigentümer von drei Mansen (eine Manse betrug je nach Gegend 10 bis 15 Hektar). Da diese Last als zu drückend empfunden wurde, setzte man später die Grenze auf vier Mansen fest, doch mussten nur die Eigentümer oder Nutznießer von mindestens zwölf Mansen, so bestimmten die Kapitularien von 813, zum Dienst mit der Brünne, auch Brunnika oder Panzerhemd genannt, bekleidet antreten. Trotz des "abschreckend" hohen Preises der Brünne erließ Karl der Große noch drakonische Verordnungen, in denen er ihren Verkauf jenseits der Grenzen untersagte. Im Laufe des 9. Jahrhunderts bekam die Brünne kurze Ärmel und wurde so lang, daß sie nun auch die Schenkel bedeckte. Manchmal erhielt sie eine dazu passende Kopfbedeckung. Wie spitzfindig erscheint da im folgenden Jahrhundert der Soldat aus den "Dialogues de saint Gregoire", der, abgesehen von seiner Schuppenbrünne ( auch Schuppenpanzer genannt ), den Wachen im "Thorax" Karls des Kahlen wie ein Bruder ähnelt. Vielleicht war das der erste Ansatz, einen Leibwächter mit ausgesuchter Sorgfalt zu kleiden.

 

   
     
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